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Nur schwarzes Bild mit welligem Rand. Videofrequenzen: 83Hz vertikal, ~18kHz horizontal. Das wird mal nix.
Nach einigem Stochern im Nebel - sprich auf dem Board - 2 defekte LS161 (J9/K9 CPU-Board) in der Sync-Chain getauscht.
Das Tolle: messtechnisch ok, laufen auf dem Board aber nicht (richtig).
Damit tat sich auch dem Schirm zumindest schon mal was.
Irgendwelcher Programmablauf scheint vorhanden. Scheinbar lässt sich auch ein Spiel starten, aber kein Sound vorhanden.
2. Fehler
Nachdem zumindest eine Art Programmablauf zu sehen ist, machen wir uns mal auf die Suche nach dem Bildinhalt.
Gar nicht soo einfach ohne Schaltbild.
Nach einigem Stochern im Nebel bin ich dann über einen LS245 auf L3 vom Grafiboard gestolpert, in den was rein geht, aber nix raus kommt.
Kurze Rede, wenig Sinn. Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, wie es aussehen würde, wenn die ROMs vertauscht sind?
Irgend jemand hatte zwar die ROMs von Hand durchnummeriert (auch auf der Platine), bringt nur nix, wenn man das macht, nachdem die Chips vertauscht sind.
Wieso haben die MAME-ROM-Files eigentlich nicht die Chipposition im Filenamen?
So sortiert man sich nen Wolf.
Was halt auch komisch war, dass die Vordergrundgrafik so komisch versetzt war.
Na bitte, ein (Hintergrund-)Bild. Wenn auch ziemlich grünarm.
4. Fehler
Auch nach einigem Rumgestocher war hier nichts zu löten. Das war dann der Moment, wo das Ding erstmal wieder in die Ecke flog. Schnauze voll.
Nun begab es sich, dass mir die Tage eine funktionierende (baugleiche) "Street Fight" über den Weg lief.
Damit konnte ich den Fehler zumindest auf das CPU-Board eingrenzen.
Wieder elendes (einigermaßen planloses) Herumsuchen. Dummerweise konnte ich keine fehlenden Signale mehr finden.
Wie ich eingangs schon schrieb, hatte sich im Vorfeld schon jemand an dem Spiel ausgetobt. Das war auch ein Bratkünstler vorm Herrn.
Ich habe das Board dann erstmal mit Aceton und Zahnbürste von dem ganzen Flussmittelschmodder befreit.
Beim Sichten des Boards mit der Lupe habe ich dann eine Brücke zwischen 2 Pins eines LS245 gefunden.
Kein Wunder, dass alle Signale (vermeintlich) vorhanden waren. Sowas kriegt man schlecht bis gar nicht ausgemessen.
Jetzt wäre es auch zu einfach gewesen, wenn das Spiel endlich in Ordnung gewesen wäre, aber nein, es schweigt sich auch noch aus.
Naja, das stand auch schon vorher fest; lief aber nicht weg.
5. Fehler
Mal auf die Schnelle nen Signalverfolger dran gehalten:
In die Endstufe geht was rein, kommt aber nix raus. Spannung ist da, kann ja nur der Amp sein. Ausgetauscht - geht. Na endlich.
Wieso schlackern die Endstufen-ICs eigentlich immer lose auf den Boards rum? Kann man das nicht ordentlich machen?
Fazit:
In der Zeit, die ich für die Reparatur gebraucht habe, hätte man auch 5 Boards neu bestücken können.
Aber der Weg ist ja das Ziel.
Wäre es nicht mein eigenes Spiel gewesen, hätte ich wohl kaum solchen Aufwand betrieben...
Ich hab mir echt nen Wolf gesucht.
Sämtliche Adress- und Datenleitungen sowie der ganze Steuerkram sah eigentlich gut aus. Keine auf einem Pegel festgetackerte oder floatende Signale. Weder auf dem CPU- noch auf dem Grafikboard.
Irgendwann habe ich dann mal auf die Pegel des Verbindungskabels der beiden Boards geschaut:
Auf den Pins 7, 8, und 9 vom LS245 auf G1 vom CPU-Board bzw. 11, 12, und 13 vom LS245 auf H1
auf dem Grafikboard war ein DC-Offset von ~1V.
Wie solls auch anders sein, erst den LS245 auf dem CPU-Board raus geschmissen. Der war natürlich i.O.
Mit dem LS245 auf dem Grafikboard sah das schon ganz anders aus:
Es war einmal...
... ein original Midway Galaga PCB, dass sich auf meinen Seziertisch verirrt hat.
Fehlerbild beim Einschalten: Weißes Bild mit ein paar zuckenden bunten Artefakten.
Reset am Haupt-Z80 gemessen: Watchdog am bellen.
Also erst mal angefangen die EPROMs auszulesen. Eins defekt, eins hatte Alzheimer. Auch nach Tausch keine Änderung.
Das waren die einfachen.
Dann gab es noch die, bei denen bis zu 6 Pins abgebrochen waren. Leider keine Seltenheit.
Nach Reanimation sah das dann so aus:
Dummerweise fehlt der Soundamp, sonst hätte ich schon eher festgestellt, dass das Spiel inzwischen blind läuft.
Naja, dumm gelaufen. Aber nen ordentliches Bild gab's immer noch nicht.
Weiter geht's mit PROMs prüfen. Schade (oder Gott sei Dank), alle ok.
Ich habe dann ein EPROM gefunden, aus dem nichts raus kam. Die Eingangssignale sahen aber eigentlich alle gut aus. EPROM war auch ok.
Nach einer halben Ewigkeit habe ich dann endlich den Fehler gefunden:
Einen kleinen Fehler gibt's leider noch:
Wenn sich die Gegner oben sortiert haben, zittern sie ein paar Sekunden rum, und wenn man einen der großen Gegner abschießt, werden die Trefferpunkte verpixelt angezeigt. Scheint eins der kleinen TTLs eins an der Muschel zu haben. Die Customs sind alle ok getestet.
Wie schon oben geschrieben, gab das Board auch noch keinen Ton von sich.
Kein Wunder. Die Endstufe MB3730A und das Sound-PROM fehlten.
Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen habe ich in meinem Fundus einen kompletten Satz Galaga-BPROMs gefunden.
Ich habe keinen blassen Schimmer, wo die her kommen. Ich habe definitiv kein Board geschlachtet.
Wer also ein Galaga-BPROM braucht. Außer dem Sound-PROM hab ich alle da...
...und wenn das Board nicht wieder gestorben ist, lebt es noch heute...
Dafür gibt es ein paar (hoffentlich) hübsche Bilder von meiner momentanen Lieblings-Arcade-Maschine Pole Position 2 , die ich heute nach intensiver Reinigung und kleineren Schönheitsrepararturen wieder zusammengebaut habe. Was noch fehlt ist ein neues Schloß für das Servicefach, welches ich heute im Baumarkt besorgt habe.
Als nächstes muß ich mir ein paar 1 DM und 5 DM Münzen besorgen, denn auch der Münzprüfer soll ja funktionieren. Bekommt man bestimmt für Euros bei eBay )
Fangen wir mit der Steuerung an:
Beim Starten eines Spiels macht der Frosch sofort ohne Einwirkung des Spielers einen Schritt nach vorne und der Frosch ist platt.
Weitere Schritte nach vorne sind nicht möglich.
Am 8255 ist am entsprechenden Pin keinerlei Aktivität feststellbar.
Irgendwas Organisches ist zwischen die Widerstände und Kerkos gelaufen.
War sehr schlecht zu erkennen, da die Bauteile an der Stelle dicht an dicht stehen.
Da ist nicht mehr viel Kupfer übrig geblieben.
Dünnen Draht durch die Löcher ziehen (olle Friemelei auf engstem Raum), Bauteile wieder rein, und von beiden Seiten verlöten.
Nein, da ist kein ganzes Pfund Zinn drauf, nur stark reingezoomt.
Steuerung geht wieder.
Nun zu den Grafikfehlern:
Da ist dann wohl die Pfostensteckerverbindung komplett fertig mit der Welt.
Und zwar nicht nur das Kabel, die Wannen und Stecker auch.
Auch mit einem anderem Kabel, das an meiner Frogger einwandfrei funktioniert, Grafikaussetzer.
Da ist dann wohl ein Rundumschlag erforderlich.
Oder auch nicht.
Hier die Auflösung:
Ein Kontaktproblem am Adapter führte zu Einbrüchen der 5V-Versorgung.
Beim Wackeln am Ribbon hat's dann zu Aussetzern geführt.
In meinem jugendlichen Leichtsinn und nach einem scheuen Blick ins Manual dachte ich mir: "Kann ja nicht viel sein, vermutlich einer der Grün-Transistoren in der Ausgangsstufe hops gegangen".
Dummerweise hat das Bild aber Weißanteile. Daher war das schon mal ein Holzweg.
Also rückwärts durchs Schaltbild gearbeitet und dabei auf 4 RAMs gestoßen, wo bei dreien sowas raus kam:
Ich hab mal in den Settings rumgespielt. Komisch, alle Statistiken auf 0.
Settings geändert, gespeichert, ausgeschaltet, eingeschaltet, alles wieder weg.
Gauntlet benutzt ein paar exotische Spannungen, die ich durch rauswerfen von Spannungsreglern und ersetzen durch Brücken zurechtgepfuscht habe.
Da ist aber alles ok.
Das Atari-Schaltbild passt natürlich auch, aber man ist elendig am Suchen, weil die ganzen Chip-Positionen nicht passen.
Wenn man sich dann durch das Schaltbild gegraben hat, kommt man relativ schnell darauf, dass der markierte Chip mausetot ist: